Algorithmen: Aufschlussreich.

Was ja unter anderem toll und gruselig ist an diesen Diensten des Internets, z.B. großen, namhaften Suchmaschinen: Mensch kann damit nicht nur die vorgesehen Dingen tun (z.B. Suchen), sondern dabei auch allerlei über Andere lernen, die dies tun (Suchen). Und was sie dabei so umtreibt. Ich werde jedenfalls in letzter Zeit das Gefühl nicht los, Algorithmen fassen die eine oder andere sozialwissenschaftliche Studie ganz passabel zusammen. Zum Beispiel neulich:

Screenshot wie kann ich
Der offenbar dominante Wunsch nach körperlicher Veränderung (wenig überraschend) rangiert also in etwa gleich auf mit der Problematik, sich bei Facebook abzumelden. Zu löschen, gar. Ist ein FB-Account am Ende so schwer loszuwerden wie als überflüssig empfundene Kilos? In jedem Fall scheint Facebook quasi körperliche Züge angenommen zu haben. Aber immerhin erhalten ja heute auch schon Babies einen Facebook-Account. Marshall McLuhan hätte seine Freude. (Ich weiß übrigens nicht mehr, was ich bei dieser Suche können wollte. Echt ehrlich. Es war aber keins von den genannten. Echt ehrlich).

Nicht so überraschend eine andere Erkenntnis: kostenloses Entertainment kommt noch etwas vor energiepolitischem Engagement. Andererseits: Immerhin ist energiepolitisches Engagement fast gleich auf mit kostenlosem Entertainment! Es gibt vielleicht etwas Hoffnung. Für Gratis-Filme setzt die Nutzerschaft sich sicher auch für alternative Energien ein.

Screenhot Alternativen

Vermutlich auch ein Ergebnis statistischer Analysen sind die SPAM-Kommentare auf WordPress. Die ähneln doch manchmal schon faszinierend  tatsächlichen Kommentaren – leere Hüllen zwar, aber im Prinzip ist soweit alles da. Was natürlich auch genug über viele Internetkommentare sagt. Ich finde das als Service aber nicht unpraktisch. Einmal auswendig gelernt, lässt sich damit spielend eine Stehparty bestreiten:  „Also ich denke das war eh lediglich eine Mode“ und „Grundsatzlich betrachtet ne gute Geschichte, ich frag mich nur, ob dies ständig umsetzbar ist“ sollten einen zumindest ein bis zwei Stunden über Wasser halten.

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3 Antworten zu “Algorithmen: Aufschlussreich.

  1. Tipp mal bei Google „Wie lange … “ ein. Auch sehr aufschlußreich.

    http://www.google.de/?q=wie+lange

  2. Mal eben Mr. Orwells Warnungen vergessend: Mit diesem algorithmisch-voyeuristischen Tool, Googles virtuelles Panopticon der Suchenden, lassen sich triste Vormittage ganz vorzüglich mit dem Finden-was-andere-suchten durchschmunzeln. Und wenn man sich dank des Tools bei der irgendwie nahe liegenden Eingabe von „Was zur Hölle“ mit der filmzitativen Frage beschäftigt, was (zur Hölle!) ein Woogy ist – dann können die Sympathien für das Tool doch nicht unbegründet sein! 😉

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