Something about parents.

tumblr-Fotoblogs, die sich einem einzigen speziellen Thema widmen, gehören bisweilen zum Lustigsten, Subtilsten und Entlarvendsten, was Menschen dieser Tage so ins Netz stellen. Die Wiederholung eines bestimmten Bildmotivs in allerlei Variationen entfaltet in meinem Augen oft mehr Aussagekraft als manche kulturwissenschaftliche Abschlussarbeit oder journalistische Reportage.

Einer meiner Lieblinge ist „My parents were awesome“. Dort werden Bilder von Eltern und Großeltern gezeigt, als sie jung und cool waren, eingereicht von Menschen rund um den Globus. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine etwas kitschige Liebeserklärung an die eigenen Eltern, ist aber eigentlich eher bittersüss (oder je nach dem: ziemlich bitter). Denn ein solcher Moment, in dem die Eltern jung, glücklich und ausgelassen waren, geht ja Hand in Hand mit der Frage, wieviel davon wohl heute noch übrig ist. Welche Paare sich womöglich nicht mal mehr zusammen in einem Haus aufhalten wollen, geschweige denn zusammen auf einem Foto. Und wieviele Menschen oft genug doch nicht so glücklich waren. Aber, egal was war oder was wurde, in dem Moment sah alles richtig gut aus. All das, was im Laufe eines (Familien-)Lebens verloren gehen kann, ist in den Fotos als Möglichkeit erkennbar. Und nach der sehnen sich vermutlich viele.

Dieses Foto entstand Silvester 1967.
Just awesome.

 

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