„Ich bin so verwirrt.“

Dieser Satz ging mir heute den ganzen Tag im Kopf rum, dabei bin ich eigentlich nicht wirklich verwirrt. (Es ist auch keine Analogie zu „Wired“, von deren Erscheinen auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt ja heute das Netz summte. Der Frust über die Beilegersituation war bei mir aber bislang größer als die Neugier, daher warte ich, bis ein iPad vom Himmel fällt. Wie lang kann sowas schon dauern?). Nein, ich bin weniger verwirrt als ein bißchen ratlos, weil mir nur wenig so bizarr und künstlich vorkommt wie so genannte Bewerbungsanschreiben zu schreiben („Seien sie der Schlüssel zum Schloss!“, „gewissenhafte Vorbereitung!“, „es kommt auf die gelunge Darstellung und Überzeugungsarbeit an!“ – Ach?). Es lässt sich momentan aber leider nicht verhindern. Der Satz „Ich bin so verwirrt.“ kommt mir daher des öfteren in den Sinn – dabei handelt es sich (zumindest bei mir) um ein Filmzitat aus dem Film Mondsüchtig (1987), den ich offenbar schon öfter gesehen habe als ich dachte. In dem geht es zwar um Liebe und nicht um Jobsuche, aber das Leben kann halt an vielen Fronten verwirrend sein. Wie schön, dass es Filmzitate gibt, die einen dabei trösten.

(Spoilerwarnung)

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Eine Antwort zu “„Ich bin so verwirrt.“

  1. Um noch mal die Sache mit der Beilegersituation des Wired aufzugreifen: Ich habe mich ja persönlich ziemlich darüber aufgeregt.Gar nicht mal so sehr deshalb, dass man von mir verlangt ein anderes Magazin zu kaufen, um das eigentlich angepeilte zu bekommen. Viel mehr regt mich die Tatsache auf, dass es sich bei dem Hauptmagazin um die GQ handelt. Ich bin beim besten Wille niemand der übermäßig auf der Feminismus-Debatte herumreitet, aber was bitte soll mir die Tatsache, dass das Wired die Beilage eines Männermagazns ist bitte implizieren? Werden Frauen hier von vornherein als Zielgruppe ausgegrenzt und wenn ja wieso bitte schön: Mangelndes Interesse, mangelnder Intellekt? Sollen wir uns nach Auffassung von Condenast mit den für uns ausgerichteten Magazinen wie Glamour und myself begnügen? Frei nach dem Credo seht lieber hübsch aus, statt kritisch hinterfragen zu wollen? Einmal mehr ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft, die immer mehr auf dem Rückschritt dahingehend scheint, dass Frauen dem männlichen Blick zu entsprechen haben, in erster Linie beschränkt auf die infantile Schönheit des Äußerlichen… Ich spüre die Aggressionen schon wieder in mir hochkochen!

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